Sonntag, 8. Mai 2016

#99 Ein Dutzend unserer Lieblingssongs der 2000er


Mit der fünften und letzten Liste beenden wir unsere kleine Reihe über unsere Lieblingslieder per Dekade. Den Abschluss bilden die 2000er-Jahre oder 00er-Jahre oder Naughties oder wie auch immer man dieses Jahrzehnt nun nennt. Freut euch also auf jede Menge Nu Metal, Gangsta-Rap, Deutschrock und Dance-Pop.

Viel Spaß beim Hören und Erinnern!


Sebos Lieblingslieder:

01. Daft Punk - Aerodynamic (2001)

Das französische Duo Daft Punk hat Anfang dieser Dekade den Dancefloor revolutioniert. Mit ganz eigenen funkigen, rockigen und spacigen Elementen wurde ein völlig neuer Sound kreiert, den man bis dato nicht kannte. Und genau dieser Sound vom zweiten Album Discovery lässt mich bis heute nicht los. Klar, One more time wurde bis zum geht nicht mehr im Radio totgenudelt. Daher möchte ich nochmal gerne auf den Song Aerodynamic aufmerksam machen, der mich nach Erscheinen mitsamt seinem Videoclip in den Bann zog



02. Coldplay - The Scientist (2002)

Wer ist momentan die unbeliebteste Band alive? Ja, okay. Nickelback (auf deren Konzert ich einst war)  tragen schon die Krone mit stolz. Coldplay machen derzeit jedoch alles richtig, um sich auch noch die letzte Gunst der Fans zu verspielen. Esoterik, bunte Turnschuhe, E-Sounds und eine völlig abgedrehte gute Laune bringen meine Galle zum überkochen, sobald ich Chris Martin mitsamt Band am Bildschirm erblicke. Das war mal wirklich anders, wie die ersten drei Coldplay Alben fabelhaft gezeigt haben...meine Erinnerung lässt aber leider immer mehr nach.



03. Interpol - Obstacle 1 (2002)

Die 2000er Jahre sind mit meiner Entdeckung des Indie Rocks unlösbar miteinander verwoben. Und Interpol gehörte mit Abstand zu meinen Lieblingsbands. Bis ich auf ein mittelmäßiges Konzert der New Yorker Band nach Köln in die Kulturkirche ging. In der Kirche dürfte man rauchen und Bier trinken. Soweit so Rock'n Roll. Aber leider war die Akkustik so miserabel, dass nur ein einziger Soundmatsch bei den Fans ankam. Schade. Die ersten drei Alben bleiben jedoch unvergessen.



04. Placebo - The Bitter End (2003)

Brian Molko, Lichtscheuer Bursche und Sänger der Band Placebo hat damals auf das richtige Pferd gesetzt und mit Hilfe einer Plattenfirma den Schritt aus dem Indie Bereich, hin zum kommerziellen Erfolg, mit Bravour gemeistert. Und trotz einiger Wechsel innerhalb der Band, mag ich sie auch heute noch gerne. The Bitter End ist für mich fast schon der perfekte Rocksong, wie er im Bilderbuch steht.



05. Franz Ferdinand - Take Me Out (2004)

Take Me Out hat bei Veröffentlichung richtig Wellen geschlagen. Ein Taktwechsel innerhalb eines Songs, welcher auch noch verdammt gut passte, war erfrischend neu. Das ungewöhnliche Musikvideo der vier Schotten sollte man sich auch unbedingt mal angesehen haben. Künstlerisch wertvoll waren aber auch beide Liveauftritte der Band, die ich im besten Adoleszenzalter genießen durfte.


Franz Ferdinand - Take Me Out (2004) von drizzlysquare

06. Nelly Furtado - Try (2004)

Damit die Liste aber nicht mit einem weiteren Indieklassiker endet, habe ich mich für einen waschechten Popsong entschieden. Ich dachte es wird die ganz große Liebe, als Nelly Furtado in mein musikalisches Leben trat. Wunderschöne Melodien wurden von ihr auf dem Album Folklore gehaucht oder bestimmend gesungen. Die Liebe sollte jedoch nicht für die Ewigkeit sein. Nachdem Timbaland sich der Sache annahm, ging es einfach nur noch bergab. Schuster, bleib bei deinen Leisten. Rappen steht dir einfach nicht.



außerdem großartig:
  • Bloc Party - Banquet
  • Arcade Fire - Neighborhood
  • Tiger Lou - The Loyal
  • Adam Green - Jessica
  • Editors - Sparks


Chris Lieblingslieder:

01. Die Ärzte - Manchmal haben Frauen (2000)

Das Album Runter mit den Spendierhosen, Unsichtbarer! läutet für mich das Ende einer Ära ein. In den 90er Jahren waren Die Ärzte nämlich tatsächlich die beste Band der Welt, wogegen die letzten beiden Alben - trotz anhaltendem Erfolg - ziemlich eintönig und uninspiriert waren. Diese hellblaue Plüschverpackung hingegen bot mir ein letztes Mal genau das, wofür ich die Band lieben gelernt habe: experimentellen Punk, grandiose Texte und haufenweise schräge Songs. Auch die Auswahl der Singleauskopplungen war recht bizarr, so bekamen wir einerseits das absurd kurze Yoko Ono, sowie Rock'n'Roll-Übermensch, dessen sensationelles Musikvideo bei MTV nur im Nachtprogramm gezeigt wurde. Warum also Manchmal haben Frauen? Ich stehe einfach auf diese Bela-Songs und das hier ist ein ganz klassischer. Dazu gab's mal wieder ein tolles Musikvideo, trotz Bodybuilderfrauen (mal im Ernst: Wer steht auf sowas?)



02. Robbie Williams & Kylie Minogue - Kids (2000)

Das musste einfach gut werden. Robbie Williams war damals die Pop-Rampensau schlechthin und war mit dem Album Sing When You're Winning auf dem absoluten Höhepunkt seiner Karriere. Und Kylie Minogue hat man sich auch ganz gerne mal angeschaut. Die finale Whirpool-Szene ist vielleicht das Erotischste, was ich je in einem Musikvideo gesehen habe, auch wenn Williams beim ersten Anblick seiner nackten Duettpartnerin erst einmal laut gelacht haben soll, was Kylie wohl nicht ganz so lustig fand.



03. R.E.M. - Imitation Of Life (2001)

In meiner frühen Jugend entschied häufig das Musikvideo darüber, wie sehr mir ein Lied gefiel. Ständig saß ich vor der Glotze, habe mir von Nora Tschirner auf MTV die deutschen Singlecharts ansagen lassen und dachte dabei: "Hoffentlich spielen sie gleich dieses Video". Imitation Of Life war eines dieser Videos. Der Clip zeigt eigentlich nur wenige Sekunden einer Gartenparty, die jedoch in einer Endlosschleife vor- und rückwärts abgespielt werden, wobei man immer wieder neue Details entdeckt. Ein bisschen so wie bei einem Wo ist Walter-Wimmelbild. Doch auch ohne Video ist Imitation of Life eines dieser Lieder, die einem einfach ein gutes Gefühl geben. Das konnten R.E.M. ja ohnehin ziemlich gut.



04. Texas - Inner Smile (2001)

Der ultimative Feelgood-Song ist für mich allerdings dieser hier. Inner Smile ist entspannt, positiv & kurzweilig und ist deshalb auch heute noch auf diversen Radiosendern regelmäßig zu hören. Mehr habe ich auch gar nicht zu sagen,  manchmal reicht eine solch gute Stimmung einfach aus.


Inner Smile - Texas von frumpyturtle

05. The Avalanches - Frontier Psychiatrist (2001)

The Avalanches ist eine Gruppe australischer DJs, die seit fast 20 Jahren existiert und mit Since I left You trotzdem nur ein einziges Album veröffentlicht hat. Dieses erschien im Jahr 2000 und wurde damals von sämtlichen Kritikern hoch gelobt. Der Song Frontier Psychiatrist ist quasi eine Aneinanderreihung verschiedener Samples und gleicht dem Einblick in das Gehirn eines Jungen, der dringend therapeutische Hilfe benötigt. Dem ein oder anderen könnte der Beat vielleicht durch Joko & Klaas bekannt sein, da deren Redaktion den Song in vielen Einspielern verwendet hat, zuletzt auch als Intromusik für die Show "Das Duell um die Geld".



06. Mando Diao - God Knows (2005)

Was ist eigentlich aus Mando Diao geworden? Im Radio/Musikfernsehen sind mir die Jungs aus Schweden schon lange nicht mehr begegnet. Vor etwa zehn Jahren schwamm jedenfalls auch diese Band erfolgreich auf der Indierock-Welle und konnte dabei einige solide Rocksongs vorweisen. God Knows beschäftigt sich mit dem Druck auf Prominenten in der Öffentlichkeit. Gustaf Norén - Verfasser des Songs und einer der beiden Frontmänner der Band - sagte über das Lied, dass man sich in einer Band stets auf die anderen verlassen kann und gemeinsam jedes Problem übersteht. Diese Zeiten sind für ihn allerdings nun vorbei, da sich Norén im vergangenen Jahr von der Band trennte.



außerdem großartig:
  • Wolfmother - Mind's Eye
  • Coldplay - Yellow
  • OutKast - B.O.B.
  • The Killers - Mr. Brightside
  • Snow Patrol - Called Out In The Dark
  • Fettes Brot - Da draußen
  • Moby - Natural Blues



Was sind eure Lieblingslieder aus diesem Jahrzehnt und welche Musik habt ihr zu dieser Zeit genrell gehört? Und welches Jahrzehnt hatte denn nun die beste Musik zu bieten?

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