Montag, 12. Mai 2014

#29 Das SdJ-Tippspiel

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Am kommenden Montag werden die Nominierungen des diesjährigen Spiel des Jahres verkündet und wieder einmal überschlagen sich die Spekulationen unter den Vielspielern. Auch wir bilden da keine Ausnahme und haben uns überlegt, ein kleines Tippspiel zu veranstalten. Da wir uns mit Kinderspielen zu schlecht auskennen, haben wir diese mal außen vor gelassen und uns nur dem roten und dem grauen Pöppel gewidmet.
Die Regeln sind einfach: Jeder von uns gibt je drei Nominierungen für Kennerspiel und Spiel des Jahres ab. Für jede Übereinstimmung mit der Jury gibt es einen Punkt. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt das Tippspiel.

Sebo:
Welches Spiel soll dieses Jahr den roten Pöppel zieren? Letztes Jahr überraschte Hanabi die Brettspiele-Gemeinschaft, nachdem es das „Spiel des Jahres“ wurde.
Doch kann wieder ein kleines Kartenspiel  das Rennen machen? „Es kann!“, hört man aus vielen Ecken unken. Die Pegasus Neuauflage von Love Letter scheint ein heißer Kandidat zu sein, erfüllt es doch so ziemlich jedes Kriterium, welche die Fachjury jedes Jahr aufs Neue berücksichtigen.
Für mich steht außer Frage, dass das Mikrospiel etwas Besonderes ist. Jedoch muss ich auch feststellen, dass Love Letter nicht in jeder Spielegruppe gleich gut gezündet hat. Der Spielspaß ist für meinen Geschmack zu oft vom Glück abhängig, auch wenn das Spielprinzip gar nicht mal so überschwänglich in Richtung Fortuna schielt. Daher präsentiere ich mit Freude meine Favoriten, auch wenn einem die Wahl schon lange nicht mehr so schwer gemacht wurde.

Spiel des Jahres

Camel Up! (Eggert Spiele)

Das leicht zugängliche Rennspiel mit richtig tollen Wettmechanismen weiß die ganze Familie zu begeistern. Hat man auf das richtige Kamel gesetzt, oder pupst die Würfelpyramide am Ende doch eine andere Farbe aus, wie zunächst erhofft? Die Emotionsküche lässt alle Kessel brodeln.













Finger weg! (Zoch Verlag)

Wie sehr würde ich mir ein Quizspiel als „Spiel des Jahres“ wünschen. Und dieses Jahr wäre auch ein wirklich solider Vertreter vorhanden, der mit einer spannenden Komponente aufwarten konnte. Sollte das Spiel gewinnen, würden sicherlich auch ein Paar Erweiterungskarten erscheinen, die Finger weg! Gut vertragen könnte.













Port Royal (Pegasus)

So richtig geflasht hat es mich noch nicht, aber ich sehe schon den Spielreiz. Das „push your luck“ Element ist unterhaltend und das Spiel ist flott erklärt. Mist, jetzt ist ja doch ein Kartenspiel in meiner Auswahl gelandet.













Kennerspiel des Jahres

Rokoko (Eggert Spiele)

Kleider schneidern ist unter Vielspielern wahrscheinlich nicht das coolste Thema des vergangenen Spielejahres gewesen. Vielleicht war es aber eines der Innovativsten. Jedenfalls wird es in meinen Augen hervorragend in den Mini-Deckbaubuilding Mechanismus eingebettet.














Russian Railroads (Hans im Glück)

Solider Worker Placement mit aufgesetztem Thema könnte ein heißer Kandidat sein.
Mir hat es auch gut gefallen.













Concordia (PD Verlag)

Ein toller doppelseitiger Spieleplan und das kurze (wenn auch nicht flache) Regelwerk  haben mich überzeugt. Friedliches Länder erobern kann auch Spaß machen.













Nina:
Bei meinen Tipps handelt es sich lediglich um eine subjektive Bewertung. Ich
gehe extra nicht tiefer auf die Inhalte ein, sondern möchte nur rüberbringen,
was mir an den Spielen besonders gefällt.

Spiel des Jahres

Love Letter (Pegasus)

Das einfache Bluff-/Deduktionsspiel hat sich schnell als der Renner, bei allen
Spielern die ich kenne, entwickelt - sowohl Vielspielern als auch Spielmuffeln
gefällt Love Letter...













Port Royal (Pegasus)

Das schön gestaltete Kartenspiel ist auch sehr gut für Familien spielbar,
spricht aber auch Vielspieler an, dank einer kurzweiligen Spieldauer und
schönen, einfachen Mechanismen, die Spaß machen. Aber Achtung: man brauch auch
Glück beim Ziehen der Schiffe...













Istanbul (Pegasus)

Das familienfreundliche Pegasus-Spiel besticht durch einfache Regeln, kurze
Spieldauer, durch einen modularen Spielplan und dem interessanten
Aktivierungsmechanismus der Orte. Doch wessen Gehilfen werden am schnellsten den 
gewünschten Erfolg bringen und am meisten Edelsteine sammeln?













Kennerspiel des Jahres

Nations (lautapelit.fi)

Dieses Spiel könnten Kenner als vereinfachte und schnellere Variante von im
Wandel der Zeiten verstehen. Aber Nations schafft es trotzdem das Feelings und
Interesse genau so schön rüber zu bringen wie der "Klassiker" und macht mir
dabei mehr Spaß...













Lewis & Clark (ludonaute)

Dieses Spiel schafft es die schönsten und besten Mechanismen der vergangenen
Jahre unter einen Hut zu bringen. Gleichzeitig ist es super an das gut
recherchierte Thema gehalten und damit auch sehr stimmungsvoll... (Mein eigenes
Lieblingsspiel seit der letzten Spiel)













Amerigo (Queen Games)

Amerigo bietet eine schöne Kombi aus einem Legespiel und einem Wettrennen um
eine Besiedlung der Inseln. Dabei ist jedes Spiel anders und interessant, dank
eines modularen Spielplans und dem schönen Würfelturm, der manchmal aber auch
leider einfach die falschen Farben ausspuckt...













Chris:
Meine Tipps entsprechen einem Mix aus tatsächlichen Erwartungen und persönlichen Wünschen. Gepflegt ignorieren möchte ich einerseits so aufgewärmte und halbwegs-neue Spiele wie Caverna, Skull King oder Norderwind, aber auch eine Reihe an soliden Eurogames, bei denen mir jedoch die Wow-Erlebnisse fehlten (Russian Railroads, Rokoko, etc.).

Spiel des Jahres

Love Letter (Pegasus)

Die Einigkeit darüber, dass dieses Kartenspiel den Preis gewinnen müsste, scheint unter Vielspielern weit verbreitet zu sein und was soll ich sagen? Ich sehe es ganz genauso. Allerdings wird die Jury bei der Preisvergabe so wirtschaftlich vorgehen, dass nicht ein zweites Mal in Folge ein kleines Kartenspiel das Rennen machen wird. Eine Nominierung ist aber allemal drin.













Der Millionen-Coup (Ravensburger)

Dieses Spiel hat für mich eigentlich alles, was ein potenzieller Preisträger benötigt: Eine ansprechende Idee, innovative Mechanismen und einen gleichgroßen Spielreiz für Jung und Alt. Die Notwendigkeit des tiptoi-Stiftes scheint mir allerdings leider ein ziemliches k.o.-Kriterium zu sein, schließlich verdoppelt sich so der Anschaffungspreis auf stolze 70€.











Das Labyrinth des Pharao (Krimsus Krimskrams-Kiste)

Ich glaube zwar nicht wirklich dran, aber ich mag diese Art Spiel einfach. Außerdem fällt mir tatsächlich kein anderer Tipp ein, von dem ich wirklich überzeugt bin. Mein Gott, klingt das traurig.













Kennerspiel des Jahres

Amerigo (Queen Games)

Nachdem ich anfänglich ja ziemlich skeptisch war, bin ich mittlerweile doch ein ziemlich großer Fan dieses Spiels. Ok, der Design-Fehler der 5. Runde bleibt, doch was mich an Amerigo so begeistert, ist - neben dem Würfelturm-Mechanismus - der logische Aufbau dieses Spiels. Selten ließ sich ein komlexes Eurogame so leicht erklären, da alle Regeln völlig schlüssig sind und nichts konstruiert wirkt. Einzig der hohe Preis könnte der Auszeichnung im Wege stehen. Verdient hätte es Stefan Feld allemal.













Istanbul (Pegasus)

Bei diesem Spiel bin ich mir eigentlich am sichersten, was die Nominierung angeht. Hier stimmen irgendwie alle Bedingungen. Und durch die Möglichkeit neuer Ortstafeln (die ich mir jetzt schon dringend wünschen würde) ist das Spiel auch noch total erweiterungsfreundlich, was will man mehr?













Concordia (PD-Verlag)


Mein persönlicher Wunschkandidat für den grauen Pöppel. Das vierseitige Regelheft zeigt vorbildlich, das Komplexität auch ohne jegliche Kompliziertheit erreicht werden kann. Gepaart mit einem tollen neuen Mechanismus (der Siegpunkt-Aktionskarten-Verknüpfung) ergibt das ein Spiel genau nach meiner Kragenweite.














Das waren unsere Tipps. Was meint ihr? Was wären eure Nominierungen und wer von uns drei hat die besten Siegeschancen?


Kommentare:

  1. Da hat wohl Sebo gewonnen, oder?
    Mit Camel Up und Concept lag ich sogar zweimal richtig, dafür bin ich beim Kennerspiel gnadenlos daneben gelegen.

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    1. Absolut, der Sieg geht an Sebo. Darüber qautschen wir übrigens auch nochmal in unserem neuen Podcast zu den Nominierungen.

      Viele Grüße,
      Chris

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